Die Radioansprachen der Sendung "Nachgedacht"

von "Radio Osttirol" hier zum Nachlesen:

(20. bis 26. Juli 2014)

20. Juli
Ein neues Wort, das sich schnell verbreitet hat, ist das Wort „googeln“: Schnell im Computer nachschauen, um eine Antwort zu einem Thema zu finden, das einen gerade interessiert und mehr oder weniger wichtig ist.
Ein Wort, das vom Wort „googeln“ abgeleitet ist und das Sie vielleicht noch nie gehört haben, ist das Wort „bibeln“ – Damit ist gemeint, in der Bibel nachzuschlagen, um Antworten zu finden auf Fragen, die Menschen schon immer bewegt haben.
Versuchen Sie einmal zu „bibeln“ und es würde mich interessieren, was Sie dabei herausfinden und welche Erfahrungen Sie damit machen.

 


 

21. Juli
Neulich habe ich ein Auto gesehen mit einer Werbeaufschrift Forever Living Products.
War mir vorher noch nie untergekommen. Was könnte das sein? Bevor ich im Computer nachschaute, dachte ich an Produkte, die so gut und dauerhaft hergestellt sind, dass sie nie kaputt werden.
Nachdem ich im Computer nachgeschaut habe, weiß ich: Es geht um Getränke. Vermutlich soll der Konsument glauben, dass diese Getränke so gesund sind, dass er ewig lebt, wenn er sie trinkt.
Ich glaube den Versprechungen dieser Firma nicht.
Aber ich glaube Jesus Christus, wenn er sagt:
„Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der hat das ewige Leben, und ich werde ihn am Jüngsten Tage auferwecken.“ (Joh 6, 54)

 


 

 

22. Juli
Neulich beim Joggen dachte ich an den Satz der Bibel:
Gott, von allen Seiten umgibst Du mich und hältst Deine Hand über mir. (Psalm 139, 5)
Ich versuchte, mir das vorzustellen, wie mich Gott von allen Seiten umgibt. Mir kam der Gedanke, ob man Gott mit der Luft vergleichen könnte. Die Luft umgibt uns ja auch von allen Seiten. Sie ist für uns lebensnotwendig, aber meist denken wir gar nicht daran. So könnten wir auch ohne Gott nicht leben. Machen wir uns das bewusst?
Als dann ein Auto an mir vorbeifuhr bemerkte ich den Gestank der Auspuffgase. Menschen vergiften die Luft. Ich selber bin auch daran beteiligt.
Aber wenn ich in den Wald laufe, ist die Luft rein und gesund.
Und wenn ich in die Bibel hineingehe, dann finde ich die reine und gesunde Lehre von Gott – unvergiftet von falschen menschlichen Vorstellungen.

 


 

 

23. Juli
Ich habe gehört von einem Abt in einem Kloster.
Wenn er bemerkte, dass zwei Mönche miteinander stritten, dann sagte er zu ihnen: Kommt mit! Er ging dann mit ihnen auf den Friedhof zu einem frischen Grab. Dort nahm er eine Handvoll frischer Erde und steckte jedem etwas davon in die Tasche.
Das war lästig, weil sie ihre Kutte wieder waschen mussten.
Bestimmt haben sie dann auch über folgendes nachgedacht:
Unser Leben auf dieser Erde ist auch begrenzt. Auch unser Leib wird wieder einmal zur Erde zurückkehren. Für diese Erdenzeit haben wir gelobt, Gott zu dienen. Dafür wollen wir nun auch die Zeit nützen und nicht vergeuden mit Gezänk über Dinge, die in der Ewigkeit keine Bedeutung haben.

 


 

24. Juli
Jesus hat gesagt: Liebt eure Feinde! (Mt 5,44) Wenn dich jemand auf die eine Backe schlägt, dann halte ihm auch die andere hin. (Mt 5,30)
So zu leben, das können wir uns nicht vorstellen.
Wir sagen: Wo kommen wir denn da hin, wenn ich mir alles gefallen lasse?
Wo wir hinkommen, wenn immer zurückgeschlagen wird, das sehen wir heute in Israel und Palästina: Wir kommen in einen nie endenden Krieg.
Und wo kommen wir hin, wenn wir Jesus nachfolgen und uns an seinen Worten orientieren? Ganz gewiss in den Himmel.

 


 

25. Juli
Eine Frau erzählte mir: Meine Nichte hat mich sehr gekränkt und beleidigt mit dem, was sie zu mir gesagt hat.
Was hat für dich mehr Gewicht: Was Gott zu dir sagt, oder was deine Nicht zu dir sagt?
Gott sagt zu dir: Du bist mein liebes Kind; an dir habe ich Wohlgefallen.
Das kann doch nicht durchgestrichen werden, wenn deine Nicht zu dir sagt: Du bist eine dumme Kuh.

 


 

26. Juli
In der Bibel steht der schöne Satz:
Herr, deine Güte reicht so weit der Himmel ist. (Psalm 36, 6).
Schau hinauf, wie weit er ist, der Himmel.
Und wenn Du 100 oder 1000 Kilometer weiterfährst oder um die halbe oder ganz Erde, dann ist der Himmel noch immer über dir. Die Güte Gottes ist noch immer über dir. Du kannst ihr nicht entkommen oder davonlaufen – der Güte Gottes.
Denn: Herr, deine Güte reicht so weit der Himmel ist.

 

 

   
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