Die Radioansprachen der Sendung "Nachgedacht"

von "Radio Osttirol" hier zum Nachlesen: 

(2. bis 08. August 2015)

 

 

2. August
Bei unseren Schulschlussgottesdiensten sind nicht nur die Schüler eingeladen, sondern auch die Erwachsenen. Nach dem Gottesdienst sagte eine alte Frau zu mir: Heute waren aber nur wenige Schüler da. Worauf ich zu ihr sage: Na ja, wir sind ja auch Schüler. Wussten Sie, dass das Wort „Jünger“ ursprünglich die Bedeutung „Schüler“ hat? Als Christen sind wir von Jesus gerufen, seine Jünger zu sein, sein Schüler, die von ihm lernen. Das tun wir am besten, indem wir die Bibel zur Hand nehmen und ein Evangelium lesen. Dazu wünsche ich Ihnen Freude und Gottes Segen.



3. August
Ich überhole mit dem Fahrrad einen Bekannten, der auch mit dem Rad unterwegs ist.
Er ruft mir zu: Du hast ja das bessere Radl!

Ja, er hat recht: Mit dem besseren Fahrrad geht es leichter.
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass der Glaube an Gott wie das bessere Fahrrad ist, mit dem alles leichter geht.

 


4. August
Kürzlich schrieb ich an einen Bekannten ein E-Mail. Er möge mir mein Buch wieder zurückgeben, das ich ihm schon vor Jahren geborgt hatte. Und er brachte es mir tatsächlich zurück. Als ich es wieder in der Hand hatte, schlug ich den Buchdeckel auf und da stand ja auch tatsächlich mein Name. Nun freue ich mich, dass ich das Buch wieder habe.
Du bist getauft auf den Namen Gottes des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Da hat Gott seinen Namen in dich hineingeschrieben.
Vielleicht bist du schon lange weg von Gott. Gott ruft dich an und sagt: Ich möchte dich endlich wieder zurück haben, der du doch schon längst mir gehörst.

 



5. August
In der Bibel wird berichtet, dass einmal 10 Männer mit einer schweren Krankheit – es war Aussatz – Jesus angefleht haben: Erbarme dich unser!
Jesus schickt sie zu den Priestern – Heute würde man sagen: zum Amtsarzt. Unterwegs werden sie gesund.
Einer von den zehn kehrt dann wieder zu Jesus zurück, um  ihm zu danken. Jesus wundert sich: Nur einer von zehn.
Und wie ist es heute? Wir erleben im Laufe der Woche viel Gutes, das uns Gott schenkt. Wie viele kehren am Ende der Woche – am Sonntag - zurück zu Gott, um ihm im Gottesdienst dafür zu danken? Sei du der eine von zehn, der es tut!

 


6. August
Schon als Kinder haben wir eine gewisse Höflichkeit gelernt und versuchen das auch unseren Kindern beizubringen: bitte sagen und danke sagen.
Das ist wohl selbstverständlich bei unserem Umgang mit unseren Mitmenschen.
Halten wir uns an diese Selbstverständlichkeit auch Gott gegenüber?
Sehr konkret gefragt: Beten Sie wenigstens einmal am Tag das Vaterunser mit der Bitte um das Essen: „Unser tägliches Brot gib uns heute“?
Und dann beim Essen: Sagen Sie dann im Tischgebet Gott Ihren Dank? Vielleicht mit ganz freien Worten, oder vielleicht so: „Herr, ich danke dir für diese Speise, mir zur Kraft und dir zum Preise“.
Das ist doch ein selbstverständliches Gebot der Höflichkeit.

 



7. August
Eine Expedition in ein fremdes, unbekanntes Land ist eine spannende Sache.
Aber nur wenige haben das nötige Geld, um sich das leisten zu können.
Ich weiß von einer Expedition, die Sie sich auch leisten können. Sie kostet 20 Euro.
Ich rede vom Buch „Expedition zum ICH“. Untertitel: „In 40 Tagen durch die Bibel“.

Kaufen Sie sich das Buch. Diese 20 Euro lohnen sich.
Ich sage Ihnen noch einmal den Titel: „Expedition zum ICH“.

 



8. August
Tag für Tag wird davon berichtet, dass die vielen Asylanten ein Problem darstellen.
Ich möchte meine Mitchristen dazu einladen, dass wir uns darüber freuen. Erinnern wir uns doch, dass wir als Christen von Christus den Auftrag haben, in alle Welt zu gehen, um Menschen zu Christen zu machen. Nun kommen Menschen aus der ganzen Welt zu uns. Dadurch wird es für uns leichter, Jesu Auftrag zu erfüllen, Menschen aus aller Welt zu Christen zu machen.
Nun stellt sich freilich die Frage, wie man einen Menschen aus einer anderen Religion zum Christen macht. Nicht durch Zwangsbekehrung, sondern indem wir hingebungsvoll den Glauben leben. Nur das wird einen anderen überzeugen.

 

   
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