Die Radioansprachen der Sendung "Nachgedacht"

von "Radio Osttirol" hier zum Nachlesen: 

(7. bis 12. Jänner)

 

7. Jänner:
Der Bericht von den „Heiligen 3 Königen“ gibt uns viel zum Nachdenken, wobei wir gemäß der Bibel eher an Astrologen denken sollen als an Könige.

Die Schriftgelehrten des Herodes wissen, dass Bethlehem der Geburtsort des Messias ist und schicken die Sterndeuter hin, gehen aber selber nicht.
Da kommen mir die vielen Eltern in den Sinn, die ihre Kinder zur Erstkommunion, Firmung und Konfirmation schicken, aber selber nicht zu den Gottesdiensten gehen, dass sie dort Christus finden würden und mit Freude erfüllt würden.


8. Jänner:
Mein Eindruck ist, dass früher Menschen viel häufiger Vorsätze für das Neue Jahr gefasst haben. Liegt es daran, dass viele sagen: Wenn ich erst gar keinen Vorsatz fasse, dann bin ich nachher nicht enttäuscht, wenn ich scheitere?

Ich denke, es ist gut, Gott zu fragen: Gott, was ist in deinen Augen wichtig für mein Leben? Und dementsprechend einen Vorsatz zu fassen und gleichzeitig täglich zu bitten: Gott, gib mir deinen Geist und deine Kraft, das Rechte zu tun. Und wenn ich dabei scheitere, dann muss ich nicht an mir selber verzweifeln, sondern ich darf Gott um Vergebung bitten und um die Kraft für einen neuen Anfang.


9. Jänner:
In der Bibel wird berichtet, dass Gott sein Volk auf dem Weg von Ägypten ins verheißene Land geführt hat: Am Tage durch eine Wolkensäule, in der Nacht durch eine Feuersäule.

Ich glaube, dass Gott auch Dein und mein Leben führt.
Gott hat ein Ziel für Dein Leben. Ein großes Ziel. Gott selber ist das Ziel.
„Und wie können wir den Weg wissen?“ fragte Thomas. Jesus antwortete: „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater außer durch mich.“
Es ist wichtig, dass jeder die Grundsatzentscheidung trifft: Jesus, ich möchte mich von dir führen lassen und voll Glauben und Vertrauen zu dir durch’s Leben gehen.


10. Jänner:
Ich denke, ein Christ ist kein Eisenbahnzug, der auf einem bestimmten vorgegebenen Gleis dahinfährt.

Ich denke, das Christsein kann man eher vergleichen mit dem Leben auf einer großen Weidefläche. Allerdings hat die Weidefläche auch einen Zaun. Das sind die Gebote Gottes. Innerhalb dieses Zaunes gibt es viel Bewegungsspielraum.


11. Jänner:
Es kommt vor, dass der Sohn oder die Tochter eines evangelischen Pfarrers sagt: Ich erzähle nicht gleich jedem, dass mein Vater Pfarrer ist. Muss ja nicht gleich jeder wissen. Es könnte vielleicht die Furcht dahinterstecken, dass man dann sofort in eine bestimmte Schublade gesteckt wird oder dass man kritisch beobachtet wird.

Nun glauben ja Christen, dass sie Söhne und Töchter Gottes sind. Wie gehen Christen damit um? Ich habe den Eindruck, da leben auch viele mit der Einstellung: Muss ja nicht gleich jeder wissen. Jesus aber sagt: „Wer mich bekennt vor den Menschen, den will ich auch bekennen vor meinem himmlischen Vater. Wer mich aber verleugnet vor den Menschen, den will ich auch verleugnen vor meinem Vater im Himmel.“


12. Jänner:
Im Radio hörte ich einen Beitrag über Lichtverschmutzung. Vor allem im Bereich größerer Städte gibt es so viel künstliches Licht, dass man am Nachthimmel keine Sterne mehr sehen kann, geschweige denn die Milchstraße. Wenn es in der Nacht nicht richtig dunkel ist, hat das auch negative Einflüsse auf die Gesundheit des Menschen, auf den Vogelflug und viele Insekten sterben an den Lampen.

Nun gibt es auch eine geistliche Lichtverschmutzung. Jesus ist das Licht der Welt. Welche Lichter in deinem Leben stellen das Licht Jesus in den Schatten? Lass Jesus in deinem Leben leuchten. Das wird dir guttun an Seele und Leib und auch deiner Umwelt.


13. Jänner:
Gerade habe ich in der Bibel gelesen: Jesus ging nach seiner Gewohnheit am Sabbat in die Synagoge (Lk 4).

Die meisten Österreicher geben an, dass sie Christen sind, haben es sich aber abgewöhnt, am Sonntag in die Kirche zu gehen.
Jesus, der Gottessohn, hätte allen Grund gehabt zu sagen: Wozu soll ich in die Synagoge gehen? Was dort gesagt wird, weiß ich selber viel besser. Trotzdem: Er ging nach seiner Gewohnheit am Sabbat in die Synagoge. Folgen wir dem Vorbild Jesu!

   
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