Instagram Evangelische Kirche Lienz

Nachgedacht in Radio Osttirol

NACHGEDACHT in Radio Osttirol   vom 17. - 23. März 2024

 Mit Pfarrer i.R.  Hans Hecht

 

 Jesus hat gesagt: „Geben ist seliger als nehmen“ (Apg 20,35).

Stimmt das? Oder bin ich nicht glücklicher, wenn ich etwas bekomme als wenn ich etwas geben soll?Aber dann sehe ich im Internet auf „Dolomitenstadt“ das strahlende Gesicht einer Osttirolerin. Sie hat Stammzellen gespendet und sagt: „Das Gefühl, einem Mensch helfen zu dürfen, war unbeschreiblich.“Und so glaube ich es, dass es stimmt, was Jesus sagt: „Geben ist seliger als nehmen“.

Wer ist nicht erschüttert über die Katastrophe der Kriege? Jesus hat angesichts einer Katastrophe, die sich damals ereignete gesagt: „Kehrt um!“ und meinte damit: Lebt mit Gott; mit seinem Wort und Gebot! Der Pfarrer Dietrich Bonhoeffer erlebte die Katastrophe des 2. Weltkrieges und sagte: „Lasst uns beten und das Gerechte tun und auf Gottes Zeit warten. Denn wir wissen nicht, wann Gott unsere Gebete erhört, aber wir wissen, dass er es tun wird.“

Sagt einer zu anderen: „Viele Leute verzichten heutzutage. Ich verstehe nicht, warum sie sich das antun.“Antwortet der andere: „Hast du wirklich den Eindruck? Ich habe eher das Gefühl, das die Menschen heutzutage weniger bereit sind als früher auf etwas zu verzichten. Wo bemerkst du denn etwas von einem Verzicht?“ Der Andere: „Ich bemerke, dass heutzutage so viele Menschen auf Gott verzichten.“

In der evangelischen Kirche gibt es keine Fastengebote. Trotzdem erkennen wir, dass es ein Gebot der Stunde ist, sich einzuschränken; damit weniger Rohstoffe und Energie verbraucht werden, damit die Umwelt geschont wird, die Erde weniger stark erhitzt wird und nicht noch mehr Müll anfällt. Diese Einschränkung kann ein Zeichen sein der Liebe zu Gott, der die Natur geschaffen hat und der Liebe zu den Mitmenschen, insbesondere der Generationen der Kinder und Enkelkinder. Diese Einschränkung muss kein Verlust sein, sondern kann sogar ein Beitrag zu mehr Zufriedenheit sein.

Mit großem Interesse habe ich ein Interview mit Frau Marlene Engelhorn gelesen. Sie ist eine junge Wienerin, die ein Millionenvermögen geerbt hat. Sie findet es unfair, dass ein so großer Reichtum so gering besteuert wird und will deshalb von sich aus 25 Millionen € abgeben. Ist sehr zu hoffen, dass viele Überreiche ihrem Beispiel folgen.Ich selber bin ja in derselben Situation. Die Bibel bezeichnet ja den Himmel als ein „Erbe“, das mir und allen versprochen ist, die an Christus glauben. Diesen Überreichtum, will auch ich verteilen. Deswegen versuche ich auch in der Pension zum Glauben einzuladen, damit sich außer mir auch noch viele andere an diesem Reichtum freuen können.

Schon einmal etwas gehört von Samuel Koch? Dem jungen Mann, der bei einer „Wetten dass“-Sendung bei einem waghalsigen Sprung einen Unfall erlitt und seither querschnittgelähmt ist?Er sagt: „Als ich so am Tiefpunkt meines Lebens war und alle meine Träume, alle meine Wünsche, alle meine Perspektiven, Pläne und Ideen zerstört waren und ich nicht mehr wusste, wie es weitergeht, war es in dieser verzweifelten Lage die logische Konsequenz, mich an Gott zu wenden.“

Wir beobachten, dass in den letzten Jahrzehnten der christliche Glaube bei vielen Menschen keine Rolle mehr spielt und der Einfluss der Kirche schwindet. Braucht es denn in Zukunft noch die Kirche?Meine Antwort: Unbedingt Ja!Weil die Welt nichts dringender braucht als diese Botschaft: Gott die liebt Welt und die Menschen. Gott ist in Jesus auf die Welt gekommen. Jesus zeigt uns, wie wir gut leben können. Er ist vom Tod auferstanden und gibt damit auch uns eine Hoffnung über den Tod hinaus.Unsere Gesellschaft in ihren Ängsten und Ausweglosigkeiten braucht nichts dringender als diese Botschaft.

logo evangel pfarrgemeinde lienz einheitlich

Evangelische Pfarrgemeinde A.B. Lienz
Amlacher Straße 14, 9900 Lienz
Tel.: +43 4852 62146
E-Mail: pg.lienz@evang.at

Spendenkonto:
IBAN: AT85 2050 7000 0000 7518

© 2024, Evang. Pfarrgem. A.B. Lienz
powered by
Wir benutzen Cookies

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.